Jahresabschluss der thyssenkrupp AG

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Die thyssenkrupp AG ist die Obergesellschaft des thyssenkrupp Konzerns. Der Vorstand der thyssenkrupp AG ist für die Leitung der Gesellschaft und des Konzerns verantwortlich. Hierzu gehören vor allem die Festlegung der Konzernstrategie und der Ressourcenverteilung sowie die Führungskräfteentwicklung und das Finanzmanagement. Der Jahresabschluss der thyssenkrupp AG wird nach den Regeln des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt; der Lagebericht ist mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst. Der Einzelabschluss dient der Ermittlung des Bilanzgewinns und damit der möglichen Ausschüttungshöhe.

Die thyssenkrupp AG unterliegt als Energieversorgungsunternehmen den Vorschriften des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG). Die thyssenkrupp AG ist ein im Sinne von § 3 Nr. 38 EnWG vertikal inte­griertes Energieversorgungsunternehmen mit der Folge der Kontentrennungspflicht nach § 6b Abs. 3 EnWG.

Geschäftsverlauf, künftige Entwicklung und Risikolage

Geschäftsverlauf 2024 / 2025

Die Geschäftsentwicklung und -lage der thyssenkrupp AG wird wesentlich durch die geschäftliche Entwicklung und den Erfolg des Konzerns bestimmt. Darüber wird ausführlich in den Abschnitten „Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage“ des Konzerns sowie „Geschäftsentwicklung in den Segmenten“ des Wirtschaftsberichts berichtet.

Voraussichtliche Entwicklung 2025 / 2026 mit wesentlichen Chancen und Risiken

Die thyssenkrupp AG ist unter anderem durch Finanzierungstätigkeiten, Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge und Haftungsübernahmen durch Bürgschaften oder Garantien weitgehend mit den Konzernunternehmen verbunden. Daher ist auch die voraussichtliche Entwicklung der thyssenkrupp AG im Geschäftsjahr 2025 / 2026 sowie die Risikosituation wesentlich von der Entwicklung des Gesamtkonzerns und dessen Chancen- und Risikolage abhängig. Diese ist Gegenstand des Prognose-, Chancen- und Risikoberichts. Soweit gelten die dort gemachten Aussagen zur voraussichtlichen Entwicklung sowie zur Risikolage des Konzerns auch für die künftige Entwicklung und die Risikolage der thyssenkrupp AG.

Abweichend von der konzernweiten Betrachtung ist der handelsrechtliche Jahresüberschuss der wichtigste finanzielle Leistungsindikator der thyssenkrupp AG. Die thyssenkrupp AG erzielte im Geschäftsjahr 2024 / 2025 einen Jahresüberschuss in Höhe von 798 Mio €. Ohne Berücksichtigung von Portfolio-Transaktionen und Effekten aus der Beteiligungsbewertung ergab sich ein Jahresfehlbetrag im mittleren dreistelligen Millionen-€-Bereich. Somit unterschritt die thyssenkrupp AG ihre Erwartungen von einem Jahresfehlbetrag im niedrigen dreistelligen Millionen-€-Bereich geringfügig. Grund dafür waren insbesondere geringere Erträge aus Gewinnabführungen ohne Berücksichtigung von anorganischen Effekten.

Als Obergesellschaft des Konzerns erhält die thyssenkrupp AG Erträge insbesondere von ihren Tochtergesellschaften. Das Beteiligungsergebnis setzt sich aus Ergebnisabführungen bzw. Verlustübernahmen inländischer Tochtergesellschaften sowie aus Ausschüttungen ausländischer Tochtergesellschaften, aus dem Segment Steel Europe und von der thyssenkrupp nucera AG & Co. KGaA, Dortmund, zusammen.

Der zwischen der thyssenkrupp Technologies Beteiligungen GmbH, Essen, und der TKMS GmbH (vormals: thyssenkrupp Marine Systems GmbH), Kiel, bestehende Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag wurde mit Wirkung zum Ablauf des 30. September 2025 beendet. Die Ergebnis­effekte aus dem Segment Marine Systems werden somit ab dem Geschäftsjahr 2025 / 2026 als Dividenden der TKMS AG & Co. KGaA (vormals: thyssenkrupp Projekt 2 GmbH), Essen, bei der thyssenkrupp AG berücksichtigt.

Die für 2025 / 2026 erwartete Geschäftsentwicklung im Konzern sollte sich auch auf das Ergebnis der thyssenkrupp AG auswirken. Insgesamt erwarten wir 2025 / 2026 einen Jahresfehlbetrag im mittleren dreistelligen Millionen-€-Bereich und somit ein ähnliches Ergebnis wie im Geschäftsjahr 2024 / 2025. Anorganische Effekte aus Beteiligungsbewertungen und aus etwaigen Portfolio-Transaktionen sind hierin nicht enthalten.

Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2024 / 2025 verzeichnete die thyssenkrupp AG einen Jahresüberschuss in Höhe von 798 Mio €. Im Vorjahr war ein Jahresfehlbetrag in Höhe von 156 Mio € ausgewiesen.

In den Umsatzerlösen waren insbesondere Erträge aus der Weiterberechnung gemäß der Corporate-Design-, Firmierungs- und Markenrichtlinie für die Konzernmarke in Höhe von 188 Mio € (i. Vj. 203 Mio €) erfasst. Ferner waren Umsatzerlöse aus Miet- und Pachtverträgen in Höhe von 20 Mio € (i. Vj. 15 Mio €) enthalten.

Die allgemeinen Verwaltungskosten stiegen um 49 Mio € auf 350 Mio €. Dabei erhöhte sich der enthaltene Personalaufwand von 81 Mio € auf 126 Mio € insbesondere aufgrund der Zuführung zu den Rückstellungen für aktienbasierte Vergütung in Höhe von 35 Mio € (i. Vj. 0 Mio €). Zudem waren wirtschaftliche Beratungsaufwendungen in Höhe von 108 Mio € und Aufwendungen für Dienstleistungen in Höhe von 52 Mio € ausgewiesen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 466 Mio € (i. Vj. 400 Mio €) umfassten die Zuschreibung auf den Buchwert für die Anteile an der Vertical Topco I S.A., Luxemburg, in Höhe von 230 Mio €. Im Vorjahr waren Erträge aus Zuschreibungen auf die Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von 323 Mio € enthalten, die im Wesentlichen mit 236 Mio € die thyssenkrupp Materials Services GmbH, Essen, betrafen. Im Geschäftsjahr 2024 / 2025 entstand zudem ein Ertrag durch die Rückübertragung der im Geschäftsjahr 2023 / 2024 veräußerten Anteile an der thyssenkrupp Dritte Beteiligungsgesellschaft mbH, Duisburg, von der EP Corporate Group, a.s., Tschechische Republik. Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen waren in Höhe von 26 Mio € (i. Vj. 28 Mio €) enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 247 Mio € (i. Vj. 316 Mio €) enthielten eine nicht rückzahlbare Einlage in die Kapitalreserven der thyssenkrupp Presta Aktiengesellschaft, Liechtenstein, in Höhe von 128 Mio €, welcher Erträge aus der Rücknahme der Einzelwertberichtigungen auf die Tagesgeldforderungen gegen die Gesellschaft in Höhe von 38 Mio € gegenüberstanden. Bei der Berco S.p.A., Italien, gab es eine nicht rückzahlbare Einlage in die Kapitalrücklage in Höhe von 78 Mio €. Im Vorjahr kam es zu einem wesentlichen Effekt aufgrund der Veräußerung der Anteile an der thyssenkrupp Dritte Beteiligungsgesellschaft mbH, Duisburg, an die EP Corporate Group, a.s., Tschechische Republik.

Das Beteiligungsergebnis erhöhte sich um 655 Mio € auf 961 Mio €. Die Erträge aus Gewinnabführungen stiegen um 589 Mio € auf 980 Mio €, während die Aufwendungen aus Verlustübernahmen um 1.327 Mio € auf 121 Mio € sanken. Insbesondere die thyssenkrupp Technologies Beteiligungen GmbH, Essen, konnte nach einer Verlustübernahme im Vorjahr in Höhe von 1.307 Mio € nunmehr einen Gewinn in Höhe von 977 Mio € abführen. Während die Gesellschaft im Vorjahr ihrerseits durch hohe Verlustausgleiche aufgrund von Abwertungen in den Beteiligungsketten betroffen war, konnte im Geschäftsjahr 2024 / 2025 ein Veräußerungsgewinn durch die konzerninterne Übertragung der an der TKMS GmbH (vormals: thyssenkrupp Marine Systems GmbH), Kiel, gehaltenen Anteile erzielt werden.

Der bei der thyssenkrupp Materials Services GmbH, Essen, auszugleichende Verlust verringerte sich von 140 Mio € im Vorjahr auf 82 Mio €. Die thyssenkrupp Holding Germany GmbH, Essen, hatte nach einer Gewinnabführung im Vorjahr in Höhe von 375 Mio € im Geschäftsjahr 2024 / 2025 eine Verlustübernahme in Höhe von 33 Mio € zu verzeichnen.

Die Beteiligungserträge in Höhe von 102 Mio € (i. Vj. 1.363 Mio €) betrafen zwei Dividendenausschüttungen der thyssenkrupp (China) Ltd., China, in Höhe von 66 Mio € und 36 Mio €.

Im Zinsergebnis in Höhe von –103 Mio € (i. Vj. –141 Mio €) wurden Erträge aus Ausleihungen in Höhe von 23 Mio € (i. Vj. 27 Mio €), Zinserträge in Höhe von 363 Mio € (i. Vj. 463 Mio €) und Zinsaufwendungen in Höhe von 489 Mio € (i. Vj. 631 Mio €) ausgewiesen.

Im Geschäftsjahr 2024 / 2025 wurden im Vergleich zum Vorjahr mit 109 Mio € um 185 Mio € geringere außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund von voraussichtlich dauernder Wertminderung auf Finanzanlagen vorgenommen. Im Wesentlichen entfielen diese mit 51 Mio € auf die Anteile an der thyssenkrupp Services GmbH, Essen, mit 19 Mio € auf die Anteile an der thyssenkrupp Steel Europe AG, Duisburg, mit 18 Mio € auf die Anteile an der thyssenkrupp Nederland Holding B.V., Niederlande, sowie mit 8 Mio € auf die Anteile an der thyssenkrupp rothe erde Germany GmbH, Dortmund. Im Vorjahr betraf der Großteil der außerplanmäßigen Abschreibungen mit 152 Mio € die Anteile an der thyssenkrupp Austria GmbH & Co. KG, Österreich.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betrafen die Körperschaft- und Gewerbeertragsteuer sowie vergleichbare ausländische ertragsabhängige Steuern. Sie umfassten Aufwendungen für Vorjahre sowie die laufenden Steuern des Berichtszeitraums. Latente Steuern waren im Steueraufwand nicht enthalten.

Finanz- und Vermögenslage

Die Bilanzsumme verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 2.525 Mio € auf 20.369 Mio €. Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme zum 30. September 2025 erhöhte sich von 52 % auf 60 %.

Das Anlagevermögen stieg um 410 Mio € auf 12.305 Mio €. Dabei verringerte sich das Sachanlagevermögen um 6 Mio € auf 130 Mio €. Das Finanzanlagevermögen stieg um 416 Mio € auf 12.173 Mio €.

Im Finanzanlagevermögen erhöhten sich die Anteile an verbundenen Unternehmen um 85 Mio € auf 10.391 Mio €.

Die Anwachsung der thyssenkrupp Austria GmbH & Co. KG, Österreich, auf die thyssenkrupp AG, Duisburg und Essen, bedingt durch das Ausscheiden des zweiten Gesellschafters, führte zu einem Abgang der Anteile an der thyssenkrupp Austria GmbH & Co. KG, Österreich, mit einem Wert von 57 Mio €. Gegenläufig kam es im Wesentlichen zum Zugang des Beteiligungsbuchwertes für die Anteile an der Tochtergesellschaft thyssenkrupp Austria Beteiligungs GmbH, Österreich, mit einem Wert von 42 Mio €.

Durch die Rückübertragung der im Geschäftsjahr 2023 / 2024 veräußerten Anteile an der thyssenkrupp Dritte Beteiligungsgesellschaft mbH, Duisburg, von der EP Corporate Group, a.s., Tschechische Republik, kam es zu einem Zugang des Beteiligungsbuchwertes für die Anteile in Höhe von 190 Mio €.

Aufgrund des mit der TKMS AG & Co. KGaA (vormals: thyssenkrupp Projekt 2 GmbH), Essen, abgeschlossenen Abspaltungs- und Übernahmevertrags waren nach Wirksamwerden der Abspaltung durch die Handelsregistereintragung im Oktober 2025 die Anteile an der TKMS Beteiligungsgesellschaft mbH (vormals: thyssenkrupp Projekt 9 GmbH), Essen, im Finanzanlagevermögen der thyssenkrupp AG rückwirkend zum 01. Januar 2025 abgegangen. Nach Kapitalerhöhungen im abgelaufenen Geschäftsjahr in Höhe von 641 Mio € kam es zur Ausbuchung des Beteiligungsbuchwertes für die Anteile an der Gesellschaft in derselben Höhe.

Außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund von voraussichtlich dauernder Wertminderung auf die Anteile an verbundenen Unternehmen wurden in Höhe von 109 Mio € vorgenommen. Diese sind unter „Ertragslage“ detaillierter erläutert.

Bei der Veräußerung des Elevator Technology Geschäftes hatte die thyssenkrupp AG eine Beteiligung sowie eine unverzinsliche Ausleihung als Teile des Gesamtkaufpreises erhalten. Aufgrund der Bewertung der Anteile kam es bei der Beteiligung zu einer Zuschreibung in Höhe von 230 Mio €, so dass die Beteiligung zum Bilanzstichtag mit 657 Mio € ausgewiesen wurde. Die Ausleihung wurde mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten in Höhe von 994 Mio € (i. Vj. 900 Mio €) angesetzt.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stellen wesentliche Posten der Bilanz der thyssenkrupp AG dar. Sie spiegeln die zentrale Bedeutung der thyssenkrupp AG im Rahmen des konzernweiten Finanzverkehrs wider.

Zum 30. September 2025 verringerten sich die Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 1.122 Mio € auf 5.469 Mio €. Dabei sanken die Forderungen auf den Konzernfinanzkonten um 1.695 Mio € auf 4.403 Mio €, während sich die Forderungen aus Ergebnisabführungsverträgen um 589 Mio € auf 980 Mio € erhöhten.

Die thyssenkrupp AG haftet aus im Innenverhältnis übertragenen Pensionsverpflichtungen. Der aufgrund der Erfüllungsübernahme bestehende Freistellungsanspruch, der unter den sonstigen Vermögensgegenständen aktiviert wurde, betrug 13 Mio € (i. Vj. 15 Mio €). Korrespondierend wurde dieser Sachverhalt innerhalb der Pensionsverpflichtungen ausgewiesen.

Zum Bilanzstichtag wurden Geldmarktfonds in Höhe von 200 Mio € (i. Vj. 1.000 Mio €) unter den Sonstigen Wertpapieren ausgewiesen. Aufgrund der im Februar 2025 fälligen Anleihetilgung wurde der Bestand an Geldmarktfonds reduziert, wodurch sich die Verringerung in Höhe von 800 Mio € maßgeblich begründete.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten verringerten sich zum 30. September 2025 um 1.062 Mio € auf 2.209 Mio €. Wesentliche Gründe dafür waren insbesondere der Aufbau eines eigenen Cashpools durch die TKMS-Gruppe im Rahmen der Verselbstständigung des Segments Marine Systems. Weitere Reduzierungen ergaben sich aus der Dividendenzahlung, der Rückzahlung aufgrund der Rückabwicklung der Transaktion mit der EP Corporate Group, a.s., Tschechische Republik, sowie eine Kapitalerhöhung bei einer brasilianischen Tochtergesellschaft.

Das Eigenkapital stieg zum 30. September 2025 um 64 Mio € auf 5.878 Mio €. Der Bilanzgewinn erhöhte sich dabei von 100 Mio € im Vorjahr auf 406 Mio € nach Verrechnung des Jahresüberschusses in Höhe von 798 Mio € mit dem Gewinnvortrag in Höhe von 7 Mio € sowie der Einstellung in die Anderen Gewinnrücklagen durch Vorstand und Aufsichtsrat in Höhe von 399 Mio €. Durch die Abspaltung der TKMS Beteiligungsgesellschaft mbH, Essen, kam es zu einer Entnahme aus den Anderen Gewinnrücklagen in Höhe von 641 Mio € sowie einer Vermögensminderung durch Abspaltung in derselben Höhe. Durch die Entnahme aus den und die Einstellung in die Anderen Gewinnrücklagen reduzierten sich diese um 242 Mio € auf 1.174 Mio €. Die Eigenkapitalquote stieg auf 29 % (Vorjahr: 25 %).

Die Verringerung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von 82 Mio € resultierte insbesondere aus den Inanspruchnahmen in Höhe von 67 Mio € sowie aus der Netto-Auflösung in Höhe von 25 Mio €. Gegenläufig wirkte vor allem die Aufzinsung in Höhe von 18 Mio €. Bei den übrigen Rückstellungen hatten sich die Rückstellung für aktienorientierte Vergütung um 30 Mio € und die Rückstellung für ausstehende Eingangsrechnungen um 14 Mio € erhöht.

Eine Anleihe der thyssenkrupp AG über 600 Mio € wurde am 25. Februar 2025 fristgerecht zurückgezahlt.

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelte es sich hauptsächlich um Geldanlagen der Tochtergesellschaften im Rahmen des zentralen Finanzclearings sowie um Verlustübernahmen aufgrund von Ergebnisabführungsverträgen. Die Verringerung um 1.942 Mio € im Vergleich zum Vorjahr begründete sich in Höhe von 1.327 Mio € mit geringeren Verlustübernahmen. Zudem sanken die Verbindlichkeiten auf den Konzernfinanzkonten um 723 Mio €. Weitergehende Informationen zur Finanz- und Vermögenslage der thyssenkrupp AG sind im Anhang des Jahresabschlusses enthalten.

Bilanzgewinn und Gewinnverwendungsvorschlag

Die rechtliche Basis für eine Ausschüttung bildet der nach den handelsrechtlichen Rechnungs­legungsvorschriften ermittelte Bilanzgewinn der thyssenkrupp AG. Er bestimmt sich aus dem nach HGB ermittelten Jahresüberschuss der thyssenkrupp AG in Höhe von 798 Mio € zuzüglich des Gewinnvortrags aus dem Vorjahr in Höhe von 7 Mio € abzüglich der von Vorstand und Aufsichtsrat beschlossenen Einstellung in die Anderen Gewinnrücklagen in Höhe von 399 Mio €. Durch die im Jahresabschluss der thyssenkrupp AG bereits im Geschäftsjahr 2024 / 2025 zu berücksichtigende Abspaltung der TKMS Beteiligungsgesellschaft mbH, Essen, kam es zudem zu einer Vermögensminderung durch Abspaltung in Höhe von 641 Mio € sowie einer Entnahme aus den Anderen Gewinnrücklagen in derselben Höhe. Der Jahresabschluss weist somit einen Bilanzgewinn in Höhe von 406 Mio € aus.

Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2024 / 2025 in Höhe von 406 Mio € wie folgt zu verwenden:

Ausschüttung einer Dividende von 0,15 € je dividendenberechtigter Stückaktie und Einstellung des verbleibenden Betrags in die Anderen Gewinnrücklagen.

Kurzfassung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung der thyssenkrupp AG