CapEx-Plan zur Steigerung der Taxonomiekonformität

Ein CapEx-Plan im Sinne der Delegierten Verordnung (EU) 2021 / 2178 liegt vor, wenn dieser auf die Ausweitung der Taxonomiekonformität eines Unternehmens abzielt. Dies kann entweder durch die Überführung taxonomiefähiger in taxonomiekonforme Aktivitäten oder durch Erweiterung bereits taxonomiekonformer Tätigkeiten erfolgen. Ein CapEx-Plan wird auf Ebene der jeweiligen Wirtschaftstätigkeit berichtet und muss vom Leitungsorgan eines Unternehmens – das heißt, vom Konzernvorstand von thyssenkrupp – oder in dessen Auftrag ausdrücklich gebilligt werden.

Der CapEx-Plan von thyssenkrupp umfasst Investitionsausgaben, die darauf abzielen, die Wirtschaftstätigkeit des Konzerns CCM 3.9 „Herstellung von Eisen und Stahl“ in Bezug auf das Umweltziel Klimaschutz von der Taxonomiefähigkeit in die Konformität zu überführen und damit eine CO₂-arme Stahlherstellung im Sinne der EU-Taxonomie zu ermöglichen.

Der CapEx-Plan wurde am 10. Februar 2023 durch den Konzernvorstand genehmigt.

Im Berichtsjahr 2024 / 2025 wurde der Projektzeitplan im Zuge der fortlaufenden Detailplanung weiter konkretisiert. Nach aktuellem Planungsstand sind Investitionsausgaben bis zum Geschäftsjahr 2028 / 2029 vorgesehen. Die Anpassung des Zeitplans ergibt sich aus der Komplexität der Umstellung diverser Produktionsschritte zur CO2-armen Stahlherstellung und begründet die Verlängerung der Laufzeit des CapEx-Plans über fünf Jahre hinaus. Die grundsätzliche Fähigkeit der neuen Produktionstechnologien, die technischen Bewertungskriterien der zugrunde liegenden Wirtschaftstätigkeit zu erfüllen, bleibt bestehen. Das Budget des CapEx-Plans wurde entsprechend aktualisiert, um den fortgeschriebenen Planungsstand abzubilden.

Der CapEx-Plan gilt weiterhin als vom Konzernvorstand genehmigt.

Die durchgeführten Anpassungen hatten keine Auswirkungen auf die für frühere Berichtsjahre veröffentlichten, anteiligen Investitionsausgaben, die dem CapEx-Plan zugeordnet sind.

Im Rahmen des CapEx-Plans sind in den Geschäftsjahren 2022 / 2023 bis 2023 / 2024 saldiert 132 Mio € angefallen. Im Berichtsjahr beliefen sich die Investitionsausgaben auf 90 Mio €. Über die restliche Laufzeit des CapEx-Plans waren bisher weitere Investitionsausgaben in Höhe von 542 Mio € vorgesehen. Dieser Wert erhöht sich durch die o.g. Plananpassung um einen mittleren dreistelligen Millionenbetrag.

Die im CapEx-Plan ausgewiesenen Investitionsausgaben – sowohl für das Berichtsjahr als auch für die gesamte Laufzeit des Plans – sind um erhaltene öffentliche Fördermittel bereinigt (vgl. Anhang-Nr. 05 „Sachanlagen“ und Anhang-Nr. 12 „Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte“ des Konzernabschlusses).