Marine Systems
Auftragseingang und Umsatz
Im Berichtsjahr verzeichnete Marine Systems einen signifikant höheren Auftragseingang als im Vorjahr. Ausschlaggebend hierfür waren die umfassenden Auftragserweiterungen über vier U-Boote des laufenden deutsch-norwegischen 212CD-Programms sowie zwei weitere U-Boote eines bestehenden Auftrags aus Singapur. Darüber hinaus haben wir den Zuschlag für den Bau des Forschungseisbrecher „Polarstern II“ des Alfred-Wegener-Instituts bekommen. Weiterhin haben wir einen großen Servicevertrag über die Modernisierungs- und Unterstützungsleistungen für sechs U-Boote der Deutschen Marine abgeschlossen.
Der Umsatz lag im Berichtszeitraum über Vorjahresniveau. Dazu trugen in erster Linie die Projektfortschritte im Neubaugeschäft sowie im Bereich Marineelektronik und -software bei. Dank der umfangreichen Auftragseingänge der vergangenen Jahre und der im Geschäftsjahr verzeichneten Großbeauftragungen befand sich der Auftragsbestand zum Bilanzstichtag auf einem Rekordniveau von 18,2 Mrd € (Vorjahr: 11,7 Mrd €).
Bereinigtes EBIT
Das Bereinigte EBIT lag im Berichtszeitraum leicht über dem Vorjahr. Trotz diverser Einmaleffekte (z. B. Kosten für die Präzisierung der Zuordnung von Leistungsverpflichtungen bei Langfristaufträgen und für Schiedsgerichtsverfahren) sowie höherer allgemeiner Verwaltungskosten im Rahmen der Verselbstständigung von Marine Systems, die das EBIT belasten, konnten positive Fortschritte in den Bereichen Service und Marineelektronik verzeichnet werden.
Sondereffekte
Die Sondereffekte ergaben sich im Wesentlichen aus Aufwänden im Rahmen der Verselbstständigung.
Investitionen
Die Modernisierung der Werft am Standort Kiel, in die in den vergangenen Jahren die meisten Investitionen geflossen sind, befindet sich in der finalen Phase. Die Voraussetzungen für eine nachhaltige Steigerung der Effizienz in Kiel sind geschaffen, und die Werft kann nun auch größere Boote entsprechend dem Markttrend fertigen. Mit den Auftragseingängen des laufenden Geschäftsjahres gilt es nun, auch den Standort Wismar auf die Anforderungen des Produktportfolios von Marine Systems umzustellen, was zu einem Anstieg der Investitionen geführt hat.